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Mieterzeitung
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MieterZeitung April 2012Starke StückeKelly-Schloss unter dem Hammer
Erftstadt – Die Zwangsversteigerung von Schloss Gymnich, zuletzt Wohnsitz der Kelly-Family, sorgt in der Heimatstadt des DMB-Präsidenten Dr. Franz-Georg Rips für Aufregung. Ein Kölner will aus dem altehrwürdigen Schloss aus dem 14. Jahrhundert ein „Lust-Schloss“ machen. Wo jahrelang die Kelly-Sippe wohnte und die Bundesregierung hochrangige Staatsgäste bewirtete, sollen zukünftig erotische Luxus-Partys stattfinden.
Doch noch ist der Kölner Barbetreiber nicht im Besitz des Schlosses. Beim ersten Termin gab nur Joey Kelly ein Angebot ab – weit unter dem Mindestgebot, dessen Verkehrswert auf 5,3 Millionen Euro festgelegt wurde.
Die Kelly-Family hatte das Schloss, in dem zahlreiche hohe Staatsgäste der Bundesregierung übernachteten, 1998 für rund 6,7 Millionen Euro ersteigert. Als Vater Kelly 2002 starb, gingen die Familienmitglieder mehr und mehr eigene Wege. Da sich die zwölf Kelly-Geschwister über die weitere Nutzung des Schlosses bis heute nicht einig sind, soll nun die Zwangsversteigerung für klare Verhältnisse sorgen. Großzügiger Spender
Görlitz – Die Altstadt von Görlitz gedeiht prächtig. Millionen Fördergelder aus der EU und des Bundes helfen dabei. Görlitz hat darüber hinaus aber noch einen edlen und anonymen Gönner. Seit 1995 überweist der jährlich 511.500 Euro (früher eine Million Mark) zur Sanierung der Altstadt an die Stadtkasse. Görlitz‘ Oberbürgermeister Joachim Paulick spricht von einem „großen Glück“. Das Geld fließt in eine eigens gegründete Stiftung, die Sanierungsvorhaben an privaten, kirchlichen und kommunalen Gebäuden in der schmucken Stadt unterstützt. Das Kuratorium der Altstadtstiftung entscheidet dann Jahr für Jahr über die Mittelvergabe – und hofft, dass die Spende weiter pünktlich eintrifft. Normalverdiener in Saint-Tropez
Saint-Tropez – Weil die Zahl der Einwohner in Saint-Tropez allein in den letzten sechs Jahren von 5.600 auf 4.900 zurückgegangen ist, buhlt der französische Luxus-Badeort am Mittelmeer um Normalverdiener. Saint-Tropez‘ Bürgermeister Jean Pierre Tuveri will neue Mieter und damit neue Einwohner mit einem sozialen Wohnungsbauprogramm anlocken. 300 bezahlbare Wohnungen, davon 20 Prozent als Sozialwohnungen, will er mitten in der Stadt bauen lassen. Zwischen fünf und zehn Euro soll die Miete pro Quadratmeter kosten. In einer Stadt, in der die Durchschnittsmiete bei 30 Euro pro Quadratmeter liegt, ein ziemlich verlockendes Angebot. Spekulieren auf Olympia
London – Londons Vermieter spekulieren auf das große Olympia-Geschäft. Für die Dauer der Olympiade im Sommer fordern sie bis zu 400 Prozent mehr Miete, berichtet Spiegel-Online. Wer nicht zahle, müsse für Touristen Platz machen.
Wer derzeit eine Wohnung sucht, muss für die Zeit der Olympischen Sommerspiele vom 27. Juli bis 12. August ein Vielfaches der normalen Miete zahlen. Will er das nicht, droht ihm während der Olympiade der Auszug. Einige Vermieter bieten derzeit nur Zeitmietverträge bis zum Beginn der Olympischen Spiele an, um dann in dieser Zeit richtig zuschlagen zu können. Andere schreiben von vorneherein in die neuen Mietverträge, dass ihre Mieter während des Großereignisses raus müssen. Ein Makler berichtet, dass er eine Zweizimmerwohnung für die drei Sommermonate zu einem Preis von 800 Pfund pro Woche vermittelt hat. In den beiden Olympia-Wochen klettert die Miete dann auf 2.500 Pfund. Doch mittlerweile zweifeln Makler, dass die Rechnung der Vermieter aufgeht. Das Angebot übersteige bei weitem die Nachfrage, heißt es. Die Gier nach dem schnellen Pfund schrecke auch gut betuchte Interessenten ab. Handwerker findet Goldschatz
Hannover – Bei der Renovierung einer Wohnung hat ein Handwerker in Hannover Münzen, Goldbarren und Silberbesteck im Wert von mehr als 100.000 Euro gefunden. Den Schatz entdeckte er, als er den PVC-Belag in der Küche gegen Fliesen austauschen sollte, hinter einer Blende. In mehreren Plastiktüten steckten australische Dollarmünzen, ein Goldbarren mit Degussa-Prägung, Teile eines Silberbestecks und Silbermünzen. Auf den ehrlichen Finder, der den Fund der Hausverwaltung übergab, wartet nun ein hoher Finderlohn. Der Geschäftsführer einer Münchener Firma, die auf veröffentlichten Fotos erkannt hatte, dass die gefundenen Stücke zum Teil bei ihr gekauft wurden, will ihm eine halbe Feinunze Gold schenken. Von den Erben kann er einen Finderlohn in Höhe von drei Prozent erwarten. |
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